Cloud Hosting am beispiel vps.net | 24/03/2010 |
Cloud.... das ist wohl das buzzword dieses Jahres. Cloudgaming, Cloudhosting, Cloudstorage, Cloudcomputing usw.
Wobei vielen nun schon länger klar ist das man bei Amazon S3 SAN storage incl. dem dazugehörigen CDN bekommen kann und bei EC2 Virtuelle Maschinen, so war das hochgerechnet im Vergleich mit einem 0815 Dedicated Server immer noch ziemlich teuer.
Ziemlich angezogen hat letzte Zeit das sogenannte Cloudhosting, vorallem für Virtuelle Server. Dabei handelt es sich meist um selbstheilende und skalierbare Xen Instanzen die man innerhalb des Rechenzentrums hin und her schieben kann, die Diskimages liegen im SAN.
Der Vorteil liegt auf der Hand, man kann die Performance und Speicherkapazität seines Servers mit dem wachsenden Angebot anpassen und sogar für Peaks (z.B slashdot effekt) mal eben die Performance hochschrauben.
Fällt der Host-Server auf dem der Vserver liegt aus, wird automatisch auf einen anderen migriert. Das image im SAN erleichtert Backups und vermindert das risiko von Festplattenausfällen.
Anbieter für Cloudhosting mit Xen sind z.B:
oder auch in Deutschland 1&1 mit ihrem Dynamic Cloud Server, wobei dieser schon ziemlich limitiert ist.
Näher eingehen möchte ich auf VPS.NET da ich hier mittlerweile alle meine Projekte hoste.
Preise
Eine Node was in etwa 600Mhz CPU Leistung entspricht kommt mit 376MB Ram, 10GB SAN Storage sowie 250GB Traffic daher. Die erste Node schlägt mit 20$ zu buche, also ca. 15 Euro. Die zweite kostet dann nur noch 19$, die dritte 18$ usw. hat man erstmal 15 Nodes zusammen bezahlt man generell für jede weitere node nur noch 13$. ab 18 lediglich 11$
Nodes häh?
Eine Node entspricht (wenn man möchte) einen einzelnen VServer, hat man z.B 15 Nodes, kann man 15 einzelne Server bereitstellen. Die Performancezuweisung erfolgt allerdings auch über die nodes, möchte man z.B abstatt 600Mhz, eine Leistung von 1.2Ghz haben, sind dafür schon 2 Nodes fällig. Dazu kann man über einen schieberegler beim hinzufügen des vservers anwählen wieviele nodes man möchte z.B:
hab ich hier einen Vserver mit 8 Nodes erstellt, was in einer VM mit 130GB SAN Storage, 4.8Ghz CPU sowie 3G Ram entspricht. Ich kann jederzeit in der Konfiguration neue Nodes hinzufügen oder andere Entfernen um damit z.B wieder andere Server aufzusetzen.
Beim ändern der Konfiguration wird die vps einmal neugestartet und steht dann mit den angepassten Resourcen wieder zur verfügung.
Storage
SAN ist nunmal teuer, deshalb steht bei den nodes auch recht wenig Speicher zur verfügung. Benötigt man mehr Speicher kann man Storage-Nodes kaufen welche man wiederrum über seine Server verteilen kann. 25GB San Storage (entspricht einer storage node) kosten 10$ zusätzlich pro monat.
Traffic/Anbindung
VPS.NET ermöglicht das hosten in mehreren Datacentern (auch das umschieben der vserver über templates ist möglich) u.a an der Ost und Westküste in den USA als auch in der mitte. Für Europa bieten sich die 3 Clouds in London an. Oder eine vpn node in den usa für hulu? ;)
Angebunden sind die server generell über Gigabit und man erreicht entsprechend auch die peaks wenn man möchte.
Interner Traffic ist generell umsonst, dazu muss man allerdings interne IPs nutzen welche man seinen vservern zuteilen kann, das ist z.B nützlich um seinen Webserver mit dem Datenbankhost zu verbinden.
Man kann den incl-Traffic auch verteilen, wenn man z.B nur eine Node mit 250gb incl. traffic hat welche das schon überschritten hat, dafür aber eine zweite instanz bestehend aus mehreren nodes mit z.B 2tb incl. traffic wo fast nix benutzt wurde wird nix über berechnet.
Laut vps.net wird übertraffic auch so nicht berechnet, aber das ändert sich viel. noch, also sollte man sich darauf nicht verlassen.
Daily Nodes
Das Blog läuft gemütlich auf einer Node und machte nie probleme aber heute schlagen requests ohne ende ein? Kein Problem, man kann seine node mit daily nodes die nur für den aktuellen Tag gelden aufpeppen. Eine Daily-Node kostet 1$ und entspricht einer 600mhz vps node. Mal eben 18 Nodes für 18$ dazu pumpen und schon hat man aus seiner 600mhz büchse einen dual quadcore gemacht mit tonnenweise ram :)
Braucht man die dailys nicht mehr kann man sie einfach entfernen.
Backups & Templates
eine VPS Instanz lässt sich einfach backupen, der spass kostet lediglich 5$ im Monat pro server hat aber den Vorteil das man mal eben per mausklick ein Diskimage speichern kann.
Installiert man immer den selben Krempel kann man ein image auch als template speichern um so die nächsten server einfach per mausklick aufzusetzen.
Auswahl an Betriebssystemen
Bei der Installation kann man alles mögliche auswählen, von Ubuntu über Debian, Centos usw. Wählen kann man zwischen verschiedenen Konfigurationen. 32 oder 64bit, Minimal oder mit Datenbank, oder nginx , lighty, apache? Oder man möchte encoden? es gibt auch templates mit ffmpeg, mp4box usw.
Mal eben nur schnell einen loadbalancer aufgesetzt? Auch dafür gibt es diverse Templates über Squids, Vanguards, Ha-Proxy uvm.
Kleine Boni
als Bonus bei VPS.net erhält man unendliche viele comodo ssl zertifikate für die ips die man bei vps.net inne hat.
Fazit
vorallem für Startups lohnt sich der Betrieb in der Cloud, man zahlt im schnitt sogar weniger als für Housing oder Dedicated Server während man gleichzeitig die Vorteile einer stabilen Infastruktur genießt.
Am Anfang benötigt man z.B weniger Resourcen als später, die cloud installation wächst jedoch mit während man bei traditionellen dedicated angeboten entweder teuer dazu kaufen muss oder längerfristig gebunden ist.

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